Zivilschutz in der Krise: Sind wir bereit?

Dieses Video wurde am 20. Juni 2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland steht vor einer sicherheitspolitischen Kehrtwende, da die Bedrohung durch hybride Angriffe längst im Inland angekommen ist. Die Verzahnung von Bundeswehr und zivilen Behörden wird nun zur überlebenswichtigen Notwendigkeit. Sicherheitsexperte Thomas Wiegold mahnt zu schnellem Handeln.

Die Bedrohungsszenarien haben sich radikal verändert, weshalb die Innenministerkonferenz nun eine engere Kooperation mit der Bundeswehr anstrebt. Bislang hinkt die zivile Planung dem militärischen Operationsplan Deutschland weit hinterher. Bis 2029 soll ein ressortübergreifender Fahrplan entstehen, um die zivile Verteidigungsfähigkeit drastisch zu erhöhen. Dies betrifft vor allem den Schutz und die Versorgung der Bevölkerung bei Konflikten oder schweren Sabotageakten im Inland.

Sicherheit ist kein Selbstläufer: Der Schutz der Bevölkerung muss endlich ressortübergreifend und konkret vor Ort organisiert werden.

Ein zentrales Problem stellt die Infrastruktur dar, da es in Deutschland kaum nutzbare Schutzräume gibt. Anstelle von neuen Bunkern müssen bestehende U-Bahnhöfe und Tiefgaragen als Notunterkünfte erfasst werden. Doch nicht nur der Staat, auch die Bevölkerung selbst zeigt erhebliche Defizite bei der persönlichen Krisenvorsorge. Einfache Vorkehrungen wie batteriebetriebene Radios oder Notvorräte fehlen in den meisten Haushalten völlig.