Kampfjet-Krise: Europas neue Suche nach Sicherheit

Dieses Video wurde am 10. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach dem Scheitern des deutsch-französischen Rüstungsprojekts steht die europäische Sicherheit vor einer Zerreißprobe. Deutschland muss nun dringend neue militärische Partnerschaften schließen, um die eigene Verteidigungsfähigkeit zu sichern. Experten fordern schnelle Reaktionen im Gesetzgebungsverfahren.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp, betont die Dringlichkeit einer modernen Luftverteidigung. Ohne ein vernetztes System aus bemannten und unbemannten Komponenten droht eine gefährliche Sicherheitslücke gegenüber technologisch aufrüstenden Mächten wie Russland. Da die industrielle Kooperation beim Projekt FCAS an Differenzen zwischen den beteiligten Unternehmen scheiterte, rücken nun alternative Kooperationen in den Fokus. Unter der Führung von Airbus formiert sich bereits eine neue Rüstungsallianz, um die Entwicklung zukunftsfähiger Kampfflugzeuge voranzutreiben.

Ein moderner Kampfjet ist heute kein Einzelflieger mehr, sondern Teil eines vernetzten Systems mit künstlicher Intelligenz.

Trotz des Rückschlags bei der gemeinsamen Entwicklung sieht Röwekamp das deutsch-französische Verhältnis nicht dauerhaft beschädigt. Das Scheitern sei kein politischer Egoismus gewesen, sondern das Ergebnis rein industriepolitischer Konflikte. Die technologische Kompetenz und das nötige Ingenieurswissen seien in Europa nach wie vor vorhanden. Nun gilt es, die nationalen Fähigkeiten strategisch zu bündeln und zeitnah eine neue militärische Allianz zu schmieden, um im globalen Wettrüsten nicht den Anschluss zu verlieren.