Dieses Video wurde am 18. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Innenminister der Länder fordern eine drastische Verschärfung im Kampf gegen den Missbrauch von Sozialleistungen. Bund und Länder beraten in Hamburg über konkrete Maßnahmen, um Bürgergeldbetrug und Kindergeldbetrug effektiv einzudämmen. Besonders eine ressortübergreifende Zusammenarbeit soll hierbei den entscheidenden Durchbruch bringen.
NRW-Innenminister Herbert Reul plädiert für eine enge ressortübergreifende Kooperation, um kriminelle Netzwerke wirksam zu bekämpfen. Am Beispiel des Kindergeldbetrugs in Duisburg verdeutlichte er, wie das Zusammenspiel von Jugendamt, Finanzbehörden und Polizei Millionen einsparen kann. Die Identifizierung unbewohnter Scheinhäuser zeige, dass pragmatische Lösungen ohne ideologische Blockaden möglich sind. Es brauche jetzt eine konzertierte Aktion aller Ministerien auf kommunaler und staatlicher Ebene. Nur durch den gezielten Datenaustausch lässt sich der Missbrauch nachhaltig eindämmen.
Nur durch die ressortübergreifende Kooperation aller Behörden lässt sich der organisierte Missbrauch von Sozialleistungen im Land effektiv stoppen.
Ein zentraler Schlüssel im Kampf gegen die Kriminalität ist zudem der Einsatz moderner Technologien. Reul verwies nachdrücklich auf den Nutzen von künstlicher Intelligenz, insbesondere bei der Bewältigung riesiger Datenmengen in Ermittlungsverfahren. Rechtsstaatliche Rahmenbedingungen und richterliche Beschlüsse müssten dabei gewahrt bleiben. Die Zeit der ideologischen Scheingefechte über den Datenschutz sei vorbei, wenn es um den Schutz der Bürger und des Sozialstaates gehe.




