Dieses Video wurde am 15. Juni 2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die bedrohte Wiesenweihe steht in Bayern vor dem Überleben, da ihre Brutplätze in Getreidefeldern durch Erntemaschinen gefährdet sind. Dank eines engagierten Artenhilfsprogramms und dem unermüdlichen Einsatz von Vogelschützern stabilisiert sich die Population langsam. Diese partnerschaftliche Kooperation zeigt, wie aktiver Artenschutz in der Praxis gelingen kann.
Im Landkreis Würzburg nisten die seltenen Greifvögel vorzugsweise im Getreide, was sie zur Erntezeit in tödliche Gefahr bringt. Um dies zu verhindern, suchen Naturschützer gezielt nach den Nestern, um diese mithilfe moderner Drohnentechnologie präzise zu kartieren. Die ermittelten Koordinaten werden anschließend direkt an die Landwirte weitergegeben. Diese sparen die Brutplätze bei der Ernte aus und erhalten dafür eine finanzielle Entschädigung, was eine hohe Kooperationsbereitschaft sichert.
Durch die Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz kann das Überleben der seltenen Wiesenweihe in Bayern nachhaltig gesichert werden.
Die historische Entwicklung zeigt den Erfolg dieser Maßnahmen auf: Noch in den 1990er-Jahren galt die Wiesenweihe im Freistaat als nahezu ausgestorben. Durch die Etablierung staatlich geförderter Programme und die tatkräftige Unterstützung des Landesbundes für Vogelschutz konnte jedoch eine Trendwende eingeleitet werden. Heute kehren die eleganten Greifvögel im Frühjahr verlässlich aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück, um erfolgreich in den bayerischen Kulturlandschaften zu brüten.




