Illegaler Vape-Verkauf an Kinder eskaliert

Dieses Video wurde am 7. Juni 2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der illegale Verkauf von E-Zigaretten an Minderjährige alarmiert zunehmend die Behörden. Bei einer aktuellen Konfrontation in einem Kiosk kam es zu tumultartigen Szenen, als illegale Vapes sichergestellt werden sollten. Die mangelnde Einhaltung des Jugendschutzes offenbart gravierende Lücken in der Kontrolle des Einzelhandels.

Der Handel mit nicht zugelassenen E-Zigaretten boomt trotz strenger gesetzlicher Vorgaben im Bereich des Jugendschutzes. Oftmals vertreiben nicht autorisierte Verkaufsstellen diese gesundheitsgefährdenden Produkte gezielt an Jugendliche unter 18 Jahren. Als investigative Reporter gemeinsam mit Zeugen einen verdächtigen Laden konfrontierten, zeigte sich das Ausmaß der kriminellen Energie: Neben dem Verkauf illegaler Ware kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, während die mutmaßlichen Betreiber versuchten, Beweismittel verschwinden zu lassen und sich der polizeilichen Festnahme durch Flucht zu entziehen.

Der illegale Verkauf nicht zugelassener Vapes an Minderjährige hebelt den gesetzlichen Jugendschutz aus und erfordert dringend schärfere Kontrollmechanismen.

Experten fordern nun eine Verschärfung der Gesetzgebung und intensivere Gewerbeüberwachungen. Da viele der importierten E-Zigaretten weder den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen noch steuerlich korrekt erfasst sind, liegt neben dem Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz auch ein massives steuerliches Vergehen vor. Die Flucht des Personals während der Konfrontation verdeutlicht, wie dringend notwendig eine koordinierte Razzia durch Zoll und Ordnungsbehörden ist, um diesen unregulierten Schwarzmarkt nachhaltig zu bekämpfen und Jugendliche vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren.