Wende im Fabian-Prozess: Ermittlung gegen den Vater

Dieses Video wurde am 13. Mai 2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im laufenden Strafprozess um den getöteten Fabian hat die Staatsanwaltschaft eine überraschende Wende verkündet. Gegen den Vater des Opfers wird nun wegen des Verdachts auf falsche uneidliche Aussage ermittelt. Diese neue Entwicklung belastet das ohnehin komplexe Gerichtsverfahren zusätzlich.

Die Ermittler begründen den Schritt mit massiven Widersprüchen zwischen den polizeilichen Vernehmungen und der jüngsten Zeugenaussage vor Gericht. Besonders die fortbestehende Beziehung zur Angeklagten Gina H. wirft kritische Fragen zur Glaubwürdigkeit des Vaters auf. Während die Staatsanwaltschaft nun die Hintergründe dieser Diskrepanzen prüft, rücken auch die sozialen Umstände in den Fokus. Das Gericht muss bewerten, inwiefern persönliche Bindungen die Wahrheitsfindung in diesem sensiblen Kriminalfall beeinflussen oder gar gezielt behindert haben könnten.

Die drastischen Abweichungen in den Aussagen des Vaters haben nun förmliche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Falschaussage nach sich gezogen.

Emotional wurde es im Saal, als die engsten Freunde des Jungen per Videoschalte aussagten. Um die erst neun und elf Jahre alten Zeugen zu schützen, durfte lediglich der Vorsitzende Richter direkte Fragen an die Kinder stellen. Sie beschrieben Fabian als einen lebensfrohen Freund, mit dem sie gerne Trampolin spielten. Auch die Aussage der Klassenlehrerin untermauerte das Bild eines geliebten Kindes, das eine schmerzliche Lücke in der sozialen Gemeinschaft hinterlässt.