Dieses Video wurde am 13. Mai 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die geplante Reise zweier AfD-Abgeordneter nach Russland sorgt für massive interne Spannungen innerhalb der Fraktion. Während die Parteispitze um Mäßigung bemüht ist, setzen einzelne Parlamentarier auf eine gezielte Provokation gegenüber dem Westen. Dieser Kurs offenbart eine tiefe Regierungskrise im Kleinen.
Die Abgeordneten Frohnmaier und Crê planen eine Reise, um Wirtschaftsvertreter zu treffen und über Energiekooperationen zu verhandeln. Doch hinter den vordergründigen Sachthemen verbirgt sich eine hochbrisante symbolische Geste, die den Dialog mit Moskau trotz des Ukraine-Krieges aufrechterhalten soll. In Berlin stößt dieses Vorhaben auf scharfe Kritik, da es die außenpolitische Isolation Russlands untergräbt. Die Parteiführung steht nun vor der Herausforderung, diese Abweichler zu maßregeln, ohne die fragile Einheit der Fraktion endgültig zu gefährden.
Die Reise nach Russland ist ein deutliches Signal, dass Teile der AfD die diplomatische Isolation Moskaus aktiv durchbrechen und eigene außenpolitische Wege gehen wollen.
Bereits in der Vergangenheit führten ähnliche Alleingänge zu heftigen Debatten und sogar zu parteiinternen Strafen. Obwohl Fraktionsvize Steffen Keuter die Reise offiziell genehmigen will, bleibt das Verhältnis zu Alice Weidel extrem angespannt. Die Fraktionschefin fürchtet einen erheblichen Imageschaden für die gesamte Partei, besonders im Hinblick auf kommende Wahlkämpfe im Westen. Der tiefe Riss, der die AfD seit Beginn des Konflikts spaltet, wird durch diese Russland-Kontakte nun erneut für die Öffentlichkeit sichtbar und stellt die politische Geschlossenheit in Frage.




