Radikalisiert im Netz: Die unsichtbare Bedrohung

Dieses Video wurde am 7. Juni 2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Bedrohung durch islamistische Netzwerke in Deutschland wächst kontinuierlich und erreicht über das Internet eine neue Dimension. Besonders Jugendliche geraten durch moderne Medienstrategien ins Visier von Extremisten, die gezielt algorithmische Mechanismen nutzen. Sicherheitsbehörden schlagen Alarm, da die Radikalisierung im Netz immer schneller voranschreitet.

In Nordrhein-Westfalen leben derzeit über 4.000 bekannte Islamisten, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegen dürfte. Ermittler warnen vor einer akuten terroristischen Gefährdungslage, da sich Einzelpersonen zunehmend unbemerkt in den eigenen vier Wänden radikalisieren. Bei Razzien stoßen Beamte immer wieder auf direkte Kontakte zu Gefährdern. Die Propaganda bedient sich modernster Kommunikationsmittel, um gezielt junge Menschen für extremistische Ideologien zu gewinnen und zu unbeobachteten Anschlägen anzustiften.

Die moderne Medienstrategie der Islamisten nutzt gezielt Algorithmen auf TikTok und Telegram, um Jugendliche unbemerkt zu indoktrinieren.

Die Verbreitung erfolgt vor allem über populäre Plattformen wie TikTok und Telegram, wo extremistische Inhalte hinter einer scheinbar zeitgemäßen Ästhetik versteckt werden. Experten sprechen von einer vielschichtigen Medienoffensive, die gezielt gesellschaftliche Spaltung provoziert und die sexuelle Vielfalt verunglimpft. Durch diese algorithmisch optimierte Propaganda gelingt es den Akteuren, direkt in die Lebenswelt Heranwachsender vorzudringen. Die Sicherheitsbehörden stehen vor der enormen Herausforderung, diese digitalen Rekrutierungsnetzwerke effektiv zu überzeugen und zu zerschlagen.