Dieses Video wurde am 4. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine umstrittene Reise von vier AfD-Politikern nach Russland sorgt für erhebliche politische Spannungen. Während die Parteispitze den Abgeordneten diesmal überraschend freie Hand lässt, warnen Experten vor einer gezielten Einflussnahme des Kremls auf die deutsche Politik.
Die Delegation, zu der unter anderem der sächsische AfD-Chef Jörg Urbahn gehört, nimmt an verschiedenen Panels und Wirtschaftsgesprächen in Russland teil. Im Gegensatz zu früheren Reisen verzichtet die Parteiführung diesmal auf strenge Auflagen oder Kommunikationsverbote. Die Verantwortung für das sensible Vorhaben wurde stattdessen vollständig auf den Abgeordneten Markus Frohnmaier übertragen. Kritiker befürchten, dass die geplanten Pressekonferenzen und Treffen mit Gazprom-Vertretern als propagandistisches Geschenk für Wladimir Putin genutzt werden könnten, um die Spaltung im Westen weiter zu vertiefen.
Diese Reise ist ein propagandistischer Erfolg für den Kreml, der zeigt, wie gezielt Kontakte zur AfD für politische Einflussnahme in Deutschland genutzt werden.
Auch im deutschen Bundestag wächst die Besorgnis über die Reiseaktivitäten der Abgeordneten. Mitglieder des parlamentarischen Kontrollgremiums warnen vor den Risiken direkter Kontakte zu ehemaligen russischen Diplomaten und Geheimdienstakteuren, die im Verdacht der Spionage stehen. Innerhalb der AfD offenbaren sich unterdessen tiefe Gräben: Während Teile der Basis die Aufrechterhaltung der Gesprächskanäle begrüßen, halten andere Abgeordnete die Reise mitten im anhaltenden Ukraine-Krieg für ein politisches Fehlersignal ohne jeglichen diplomatischen Mehrwert.




