Kriegsalltag in Kiew: Militärunterricht für Schüler

Dieses Video wurde am 28. Mai 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im fünften Jahr des russischen Angriffskriegs gehört der Militärunterricht für Kiewer Teenager mittlerweile zum Schulalltag. In einem Pilotprojekt lernen Schüler wichtige Grundlagen zur Verteidigung der Ukraine. Neben Erster Hilfe steht auch der Umgang mit Drohnen auf dem Lehrplan.

Unter der Anleitung von erfahrenen Veteranen und aktiven Soldaten erwerben die Jugendlichen in einer Doppelstunde pro Woche praktische Fähigkeiten. Auf dem Lehrplan des neuen Schulfachs stehen das Verhalten in Schützengräben sowie der Umgang mit Drohnentechnologie und Granatenattrappen. Die Schüler lernen zudem, potenzielle Gefahren wie Minenfelder frühzeitig zu erkennen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Stressresistenz der Jugendlichen in Krisensituationen massiv zu stärken und sie auf die herrschende Realität vorzubereiten.

Der neue Schulunterricht soll die Jugendlichen auf die bittere Realität vorbereiten und ihre psychologische Belastbarkeit im Kriegsalltag stärken.

Trotz der militärischen Ausbildung blicken viele Jugendliche mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Während einige Schüler wie der 16-jährige Arthur trotz der familiären Verbindung zur Front ein ziviles Studium anstreben, empfinden andere eine tiefe Pflicht gegenüber ihrem Heimatland. Die Debatte über die gesellschaftliche Verantwortung der Jugend verdeutlicht die Zerrissenheit einer Generation, die zwischen Schulbank und bitterer Realität aufwächst und die Hoffnung auf Frieden nicht verliert.