Dieses Video wurde am 6. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich weiter zu, während Wladimir Putin jegliche diplomatische Annäherung blockiert. Sicherheitsexperte Joachim Krause warnt vor einer akuten Realitätsverweigerung des Kreml-Chefs. Gleichzeitig fordert er neue diplomatische Kanäle durch einen neutralen Vermittler.
Laut Professor Krause entwickelt sich die militärische Lage im Ukraine-Krieg zunehmend gegen Russland. Der Kreml-Chef pokere hoch oder sei schlichtweg schlecht informiert. Um die festgefahrenen Fronten aufzubrechen, schlägt der Experte den finnischen Präsidenten Alexander Stubb für eine diplomatische Vermittlung vor. Stubb gilt als vertrauenswürdig, da er trotz klarer westlicher Haltung keine beleidigenden Äußerungen getätigt hat. Ein solcher Gesprächskanal könnte klären, ob Russland tatsächlich zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist.
Ein neuer diplomatischer Kanal ist jetzt zwingend notwendig, um die tatsächliche Verhandlungsbereitschaft des Kremls realistisch zu prüfen.
Neben der Ukraine bleibt die Lage im Iran-Konflikt kritisch. Die anhaltenden Angriffe auf US-Stützpunkte zeigen, dass ein friedliches Ende dort in weiter Ferne liegt. Laut Krause agiert im Iran eine religiös-ideologische Hardliner-Fraktion, die den Konflikt bewusst anheizt. Um die strategisch wichtige Straße von Hormus zu sichern, könnte die US-Regierung bald militärisch intervenieren müssen. Da US-Präsident Trump dies jedoch kaum im Alleingang beschließen kann, droht in Washington ein zähes Gesetzgebungsverfahren im Kongress, das eine schnelle militärische Intervention verzögern könnte.




