Experte warnt vor verdecktem Islamismus in Deutschland

Dieses Video wurde am 20. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Verfassungsschutz warnt eindringlich vor den verdeckten Aktivitäten der Muslimbruderschaft in Deutschland. Laut Experten gelingt es der Organisation zunehmend, durch gezielte Kooperationen den gesellschaftlichen Diskurs zu beeinflussen. Um dieser schleichenden Bedrohung wirksam zu begegnen, fordern Insider jetzt eine konsequente Kombination aus Prävention und Verboten.

Die Aktivitäten der Muslimbruderschaft zielen darauf ab, einen islamistischen Gottesstaat im Verborgenen voranzutreiben. Verfassungsschutzchef Wilfried Peters warnt vor der zunehmenden Indoktrination von Kindern und der Verbreitung von Antisemitismus. Extremismus-Experte Ahmad Mansour betont, dass die Organisation vor allem über soziale Medien Jugendliche emotional anspricht und sie von der demokratischen Wertegemeinschaft entfremdet. Da der politische Islam oft mit dem traditionellen Glauben verwechselt werde, fordert Mansour eine klare Differenzierung und ein entschlossenes staatliches Handeln gegen verfassungsfeindliche Strukturen.

„Wir brauchen im Kampf gegen den politischen Islam sowohl präventive Maßnahmen als auch die unmissverständliche Härte des Rechtsstaates.“

Ein großes Hindernis im Kampf gegen den Islamismus ist laut Mansour die politische Naivität in Deutschland. Kritik an islamistischen Akteuren werde fälschlicherweise oft als Rassismus oder Islamfeindlichkeit abgetan. Insbesondere an Schulen und in sozialen Netzwerken müsse der demokratische Rechtsstaat deshalb viel deutlicher Flagge zeigen. Nur durch eine kritische Einordnung und die gezielte Aufklärung von Jugendlichen lässt sich der Einfluss extremistischer Netzwerke langfristig und wirksam eindämmen.