Dieses Video wurde am 18. Juni 2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
In deutschen Schwimmbädern revolutioniert modernste Technik die Badeaufsicht. Ein KI-gestütztes Kamerasystem im Schweinfurter Silvana Freibad erkennt Notsituationen im Wasser und schlägt bei drohendem Ertrinken sofort Alarm. Dieses innovative System zeigt, wie künstliche Intelligenz die Sicherheit der Badegäste maßgeblich verbessern kann.
Die technische Infrastruktur besteht aus insgesamt 23 Spezialkameras, die an Masten rund um die Schwimmbecken montiert sind. Diese Systeme erfassen keine Videobilder der Badegäste, sondern analysieren rein schematisch die Bewegungen von Armen und Beinen. Sobald sich ein Körper für mehr als zwanzig Sekunden nicht rührt, löst das System eine Vibration auf der Signaluhr des Aufsichtspersonals aus. Dadurch können die Rettungsschwimmer auch bei starker Spiegelung der Wasseroberfläche sekundenschnell eingreifen und Schlimmeres verhindern.
Die KI-gestützte Überwachung entlastet die Bademeister enorm, entbindet unaufmerksame Eltern jedoch keinesfalls von ihrer gesetzlichen Aufsichtspflicht am Beckenrand.
Trotz der erfolgreichen Einführung der rund 100.000 Euro teuren Technologie warnen die Verantwortlichen der Stadtwerke Schweinfurt vor falscher Sicherheit. Die Aufsichtspflicht der Eltern bleibt unersetzlich, da vermehrt Kinder aufgrund von Smartphone-Ablenkungen der Erziehungsberechtigten gerettet werden mussten. Die künstliche Intelligenz fungiert daher ausschließlich als präventives Sicherheitswerkzeug, welches die menschliche Wachsamkeit am Beckenrand optimal ergänzt, statt sie komplett zu ersetzen.




