Neue Abschiebe-Regeln: Innenminister greifen durch

Dieses Video wurde am 19. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Innenministerkonferenz hat weitreichende Beschlüsse zur inneren Sicherheit gefasst. Während beim Zivilschutz und der Mobilortung Einigkeit herrscht, offenbart die Migrationspolitik tiefe Gräben zwischen SPD und Union. Die Bundesländer drängen nun auf eine konsequentere Rückführung von Ausreisepflichtigen.

Angesichts veränderter Bedrohungslagen soll der Zivilschutz in Deutschland massiv ausgebaut werden. Hierbei wachsen innere und äußere Sicherheit enger zusammen. Einigkeit erzielten die Ressortchefs zudem bei der Bekämpfung des organisierten Missbrauchs von Sozialleistungen. Künftig wollen die Behörden enger kooperieren, um Scheinarbeitsverhältnisse durch kriminelle Banden effektiv zu unterbinden. Beim Umgang mit Geflüchteten aus Syrien blockieren sich die Parteien jedoch weiterhin gegenseitig, da die Union auf Abschiebungen drängt, während die SPD Integrationssignale priorisiert.

Die Sicherheitsbehörden müssen enger kooperieren, um die Migrationswende durch mobile Ortung und schärfere Kontrollen endlich konsequent umzusetzen.

Ein wegweisender Beschluss betrifft das Aufspüren untergetauchter Ausreisepflichtiger. Durch eine Initiative aus Hessen wird es den Behörden künftig erlaubt sein, Mobiltelefone zur Ortung einzusetzen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass sich Personen kurz vor ihrer Abschiebung entziehen. Obwohl Deutschland bei den Rückführungen laut Experten noch hinterherhinkt, soll dieses neue Instrument die Durchsetzungsfähigkeit des Rechtsstaates stärken und die Effizienz der Abschiebeverfahren spürbar erhöhen.