Dieses Video wurde am 16. Juni 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Amtsantritt des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh sorgt an den Finanzmärkten für erhebliche Unruhe. Trotz politischer Erwartungen plant die US-Notenbank einen riskanten geldpolitischen Spagat, der weitreichende Folgen haben könnte. Experten warnen bereits vor einem drohenden Entzug der Liquidität an den globalen Aktienmärkten.
Warsh steht vor der schwierigen Aufgabe, die Zinsen im Sinne der neuen US-Regierung zu senken, ohne dabei die Inflationskontrolle zu gefährden. Sein Plan sieht vor, gleichzeitig den enormen Bestand an Staatsanleihen drastisch abzubauen. Dieser restriktive Schritt soll den expansiven Effekt der Zinssenkungen neutralisieren. Kritiker befürchten jedoch, dass dieser aggressive Liquiditätsentzug die ohnehin volatilen Aktienmärkte destabilisieren wird, da diese wie ein Abhängiger auf das billige Zentralbankgeld angewiesen sind.
Ein zeitgleicher Abbau der Staatsanleihen entzieht dem Markt die nötige Liquidität und gefährdet die Stabilität des Finanzsystems massiv.
Sollten die Märkte infolge dieser restriktiven Geldpolitik tatsächlich einbrechen, stünde die Fed vor einer Zerreißprobe. Als Hüter der Finanzstabilität müsste die Notenbank umgehend stabilisierende Gegenmaßnahmen einleiten. Ein solches Einknicken würde jedoch die Glaubwürdigkeit der neuen Führung schwer beschädigen. Ob Warsh seinen Kurs gegen den Druck der Finanzwelt durchhalten kann, bleibt angesichts der drohenden Turbulenzen an der Wall Street höchst fraglich.




