Drama um Fabian: Angeklagte führte Zeugen zur Leiche

Dieses Video wurde am 12. Juni 2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Am elften Verhandlungstag im Prozess um den ermordeten Fabian am Landgericht Rostock kamen erschütternde Details ans Licht. Ein wichtiger Zeuge berichtete im Gerichtsverfahren, wie die Angeklagte ihn noch vor dem offiziellen Fund direkt zum Tatort führte. Die Befragung offenbart tiefe Widersprüche in den Aussagen der Beteiligten.

Der Zeuge Christian D. schilderte detailliert die intensive, vierwöchige Beziehung zur Angeklagten Gina H., die sich über soziale Netzwerke entwickelte. Trotz der Behauptung einer rein freundschaftlichen Verbindung konfrontierte die Verteidigung den Zeugen mit anzüglichen Chatnachrichten. Besonders dramatisch wurde es bei der Beschreibung des Tatabends in Klein Opal. Gina H. führte ihn zu einem Tümpel, wo er die Leiche des Jungen berührte. Geschockt verließ er den Tatort ohne die Polizei zu rufen, ein Verhalten, das im Landgericht Rostock weiterhin für offene Fragen sorgt.

Die Frage, warum die Angeklagte noch vor dem offiziellen Fund Zeugen zum Versteck der Leiche führte, bleibt das zentrale Rätsel im Prozess.

Die Verteidigung kündigte an, dass sich die Angeklagte im weiteren Verlauf der Hauptverhandlung erneut äußern werde. Im Fokus des Gerichts steht insbesondere das widersprüchliche Verhalten der Beschuldigten vor der offiziellen Entdeckung des Opfers. Das juristische Aufarbeitungsverfahren verlangt nun lückenlose Aufklärung darüber, warum unbeteiligte Personen eingeweiht wurden. Die anstehende Beweisaufnahme im Rostocker Strafprozess wird zeigen, ob diese schwerwiegenden Widersprüche aufgelöst werden können.