Dieses Video wurde am 9. Juni 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Europäische Kommission plant eine drastische Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegen Russland. Der neue Entwurf zielt insbesondere auf die russischen Öleinnahmen, die berüchtigte Schattenflotte sowie den Finanzsektor ab. Die geplanten Maßnahmen erfordern nun die Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten, um völkerrechtlich in Kraft zu treten.
Im Zentrum der neuen Beschlüsse steht die Beibehaltung der Preisobergrenze für russisches Öl, die trotz globaler Marktspannungen unverändert bei 44,10 US-Dollar pro Barrel festgesetzt werden soll. Angesichts geopolitischer Konflikte wie der Blockade der Straße von Hormus steht der Ölmarkt unter Druck. Dennoch geht Brüssel nun gezielt gegen die Schattenflotte Moskaus vor. Insgesamt dreißig Frachtschiffe, die für illegale Öltransporte genutzt werden, sollen zusammen mit über dreißig Finanzinstituten auf eine schwarze Liste gesetzt werden.
Mit diesen strikten Maßnahmen will die EU Russlands Kriegsmaschinerie an ihren empfindlichsten Stellen im Finanz- und Energiesektor treffen.
Zusätzlich sieht das Gesetzesvorhaben weitreichende Einreiseverbote vor. Russischen Soldaten, die im Ukrainekrieg gekämpft haben, soll der Zugang zum Schengenraum verwehrt werden. Die Koalitionsverhandlungen auf europäischer Ebene müssen nun zeigen, ob alle Partner dem Kurs folgen. Neben der Einschränkung von Finanzströmen durch Sanktionen gegen Kryptowährungsunternehmen demonstriert die EU damit politische Entschlossenheit gegen die anhaltende Aggression im Osten.




