Dieses Video wurde am 13. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Angesichts einer massiv verschärften Bedrohungslage eröffnet am Dienstag in Berlin das neue Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen. Hier bündeln nationale Sicherheitsbehörden wie das BKA und der BND ihre Erkenntnisse im Kampf gegen Spionage und Cyberangriffe. Dieser Schritt soll den Schattenkrieg gegen die Bundesrepublik endlich effektiv eindämmen.
Die Errichtung des neuen Zentrums ist eine direkte Reaktion auf die veränderte Sicherheitsarchitektur seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Bislang agierten Behörden wie das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und der Verfassungsschutz oft isoliert voneinander. Nun sollen Informationen und Erkenntnisse an einem zentralen Ort in Berlin-Treptow zusammenfließen. Ziel ist es, hybride Bedrohungen wie gezielte Desinformationskampagnen und Sabotageakte frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Ein wesentliches Problem bleibt jedoch die strikte Trennung von Nachrichtendiensten und Polizei in Deutschland.
Das neue Abwehrzentrum in Berlin bündelt alle Erkenntnisse von Polizei und Geheimdiensten zur Abwehr hybrider Bedrohungen.
Ein weiteres Hindernis für die operative Schlagkraft stellt die rechtliche Lage dar. Während ausländische Geheimdienste oft offensive Gegenmaßnahmen einleiten dürfen, sind deutsche Agenturen wie der BND gesetzlich stark eingeschränkt. Aktuelle Gesetzesentwürfe zur Cybersicherheit befinden sich derzeit in der politischen Abstimmung. Bislang ist die Bundesrepublik bei der Abwehr von Gruppen wie der russischen Hackervereinigung APT28 auf die Kooperation internationaler Partner angewiesen. Ob die neuen Befugnisse politisch durchsetzbar sind, bleibt angesichts verfassungsrechtlicher Bedenken abzuwarten.




