Dieses Video wurde am 24. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein schwerer Rückschlag erschüttert den Rüstungskonzern Rheinmetall: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat das milliardenschwere Fregatten-Großprojekt gestoppt. Während der Konkurrent TKMS jubelt, bricht die Rheinmetall-Aktie massiv ein.
Das Bundesverteidigungsministerium beendet den Bau von sechs Fregatten des Typs F126 durch den niederländischen Schiffbauer Damen, bei dem Rheinmetall als Partner eingeplant war. Grund für das Aus des Rüstungsprojekts sind immense Kostensteigerungen und Verzögerungen. Stattdessen erhält die Thyssenkrupp-Tochter TKMS einen Großauftrag über acht kleinere Fregatten. Am Aktienmarkt führte diese Nachricht zu Reaktionen: Während TKMS zweistellig zulegte, stürzte Rheinmetall massiv ab.
Der überraschende Wechsel beim Fregattenbau zeigt, wie konsequent das Ministerium bei Budgetüberschreitungen im Rüstungssektor durchgreift.
Parallel dazu sorgt der bevorstehende Börsengang des Panzerbauers KNDS für Bewegung im Sektor. Die Eigentümer wollen Anteile in Frankfurt und Paris platzieren, wobei sich Deutschland und Frankreich strategische Sonderrechte gesichert haben. Privatanleger bleiben beim Zeichnen jedoch außen vor, was zu Kapitalabzügen bei Konkurrenten wie Renk und Hensoldt führt. Analysten raten zur Vorsicht, da das Marktumfeld für Rüstungstitel eine abwartende Haltung erfordert.




