Rentensystem in Gefahr: Ver.di fordert Garantien

Dieses Video wurde am 23. Juni 2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Pläne der Rentenkommission stoßen auf massive Kritik seitens der Gewerkschaft ver.di. Vorsitzender Frank Werneke fordert eine dauerhafte Sicherung des Rentenniveaus auf mindestens 48 Prozent, um drohende Altersarmut zu verhindern. Insbesondere die geplante Kapitaldeckung birgt nach Ansicht von Experten erhebliche Risiken für die betriebliche Altersvorsorge.

Die aktuellen Reformvorschläge zur Altersvorsorge bergen Zündstoff für künftige Generationen. Werneke kritisiert vor allem, dass die geplante Kapitaldeckung in der ersten Säule etablierte Systeme gefährden könnte. Arbeitgeber könnten sich aus der Verantwortung ziehen, wenn sie doppelt belastet werden. Stattdessen plädiert ver.di für den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten. Nur so lasse sich verhindern, dass das Rentenniveau in den 2030er Jahren unkontrolliert absinkt und Rentner vom schwankenden Bundeshaushalt abhängig werden.

Eine verlässliche Haltelinie von 48 Prozent beim Rentenniveau ist eine fundamentale soziale Garantie, die nicht von der aktuellen Kassenlage des Bundes abhängen darf.

Die Verhandlungen um das zukünftige Rentenkonzept offenbaren tiefe Gräben zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Während Wirtschaftsverbände vor steigenden Lohnnebenkosten und einer Überlastung der Betriebe warnen, verweist ver.di auf das grundlegende Problem der Altersarmut, insbesondere bei Millionen Beschäftigten in prekären Minijobs. Ein stabiles Rentensystem erfordere eine paritätische Finanzierung und eine politische Willenserklärung statt eines schnellen, faulen Kompromisses im laufenden Gesetzgebungsverfahren.