Kampf gegen Leerstand: Kölns Mietrebell klagt an

Dieses Video wurde am 16. Juni 2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Köln fehlen schätzungsweise zehntausend Wohnungen, während spekulativer Leerstand die Krise verschärft. Der engagierte Aktivist Karl-Heinz kämpft seit Jahren unermüdlich gegen diese soziale Ungerechtigkeit und die Wohnungsnot. Seine Mission ist es, den Betroffenen auf der Straße eine menschenwürdige Stimme zu geben.

Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt betrifft längst nicht mehr nur einkommensschwache Haushalte. Durch gezielte Eigenbedarfskündigungen verlieren immer mehr Menschen ihr langjähriges Zuhause und geraten in die Obdachlosigkeit. Initiativen wie der Verein Obdachlose mit Zukunft versuchen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Trotz akuten Mangels an Wohnraum bleiben zahlreiche Immobilien über Jahrzehnte ungenutzt. Dieser strukturelle Leerstand ist für Kritiker ein unhaltbares Versäumnis der städtischen Behörden.

Jeder langfristige Leerstand ist angesichts tausender Obdachloser in unseren Städten ein unerträgliches gesellschaftliches Versagen.

Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, greifen Aktivisten zunehmend zu kreativen Protestformen direkt vor den verlassenen Objekten. Die Untätigkeit der Eigentümer und das langwierige Gesetzgebungsverfahren verhindern oft schnelle Enteignungen oder Sanierungen. Experten fordern daher eine drastische Verschärfung des Wohnungsaufsichtsgesetzes. Solange die rechtlichen Rahmenbedingungen ausbleiben, bleibt den Betroffenen nur der friedliche zivile Ungehorsam, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.