Dieses Video wurde am 4. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
In den Betonschluchten von São Paulo leistet eine 72-jährige Rentnerin bemerkenswerte soziale Arbeit. Mitten im städtischen Gewirr gründete sie ein Sportprojekt, das Jugendliche vor der Kriminalität bewahrt. Trotz fehlender staatlicher Mittel kämpft sie unermüdlich für die Zukunft der Kinder.
Die Glicerio-Sportgemeinschaft bot über Jahrzehnte hinweg eine sichere Anlaufstelle für Jugendliche aus den ärmsten Vierteln. Nachdem die Stadtverwaltung die finanzielle Förderung strich, brach die Struktur fast vollständig zusammen. Heute sichert die engagierte Rentnerin den Erhalt der Anlage weitgehend aus eigener Tasche, um eine Besetzung des Geländes zu verhindern. Ohne staatliche Unterstützung droht vielen Jugendlichen der soziale Abstieg, doch ihr unermüdlicher Einsatz zeigt Wirkung. Ehemalige Teilnehmer arbeiten heute erfolgreich als Anwälte und Banker.
Ohne staatliche Hilfe finanziere ich den Platz allein, denn wir dürfen diese Kinder nicht der Straße überlassen.
In einer Metropole, in der öffentliche Sportanlagen und soziale Integrationsprogramme Mangelware sind, fungiert dieses Fußballfeld als lebensrettende Oase. Die Initiatorin sieht in den Lebenswegen ihrer Schützlinge den größten Lohn für ihre Entbehrungen. Trotz des Mangels an struktureller Unterstützung und eines fehlenden Nachfolgers führt sie ihr Lebenswerk fort. Es bleibt die dringende gesellschaftliche Frage, wie solche wichtigen Sozialprojekte langfristig ohne staatliche Hilfe überleben können, wenn das Engagement Einzelner an seine Grenzen stößt.




