Dieses Video wurde am 2. Juni 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die liberale Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann überraschte auf dem FDP-Parteitag mit einer spontanen Gegenkandidatur gegen Wolfgang Kubicki. Dieser Schritt offenbart tiefe innerparteiliche Spannungen und den Wunsch nach einer echten demokratischen Alternative. Sie warnt eindringlich vor einem spürbaren Rechtsruck in der Gesellschaft.
Die Entscheidung, gegen den etablierten Wolfgang Kubicki anzutreten, fiel erst zwei Tage vor dem Parteitag. Ausschlaggebend war der Rückzug von Henning Höhne, wodurch den Delegierten eine echte demokratische Wahlmöglichkeit gefehlt hätte. Strack-Zimmermann betont, dass es ihr um eine klare Abgrenzung zur AfD und den Schutz der politischen Mitte gehe. Ein Kokettieren mit den Rändern gefährde die demokratische Kultur. Sie plädiert stattdessen für einen sachlichen Diskurs und tragfähige Kompromisse im Parteienspektrum.
„Wir müssen als Demokraten klar Haltung zeigen, statt mit extremen Rändern zu kokettieren – das schulden wir unserer politischen Mitte.“
Zuvor hatte Strack-Zimmermann Kubicki eine Doppelspitze vorgeschlagen, um die FDP nach schmerzhaften Wahlniederlagen neu auszurichten. Kubicki lehnte diese Idee jedoch humorvoll ab. Trotz der darauffolgenden Niederlage bei der Abstimmung sieht sie die Dynamik positiv. Der turbulente Parteitag habe gezeigt, dass die lebendige Debattenkultur der Liberalen keineswegs erloschen ist. Nun müsse sich die FDP geschlossen auf die kommenden politischen Herausforderungen konzentrieren.




