Dieses Video wurde am 26. Mai 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach mehreren tragischen Ertrinkungsunfällen am Wochenende warnt die DLRG eindringlich vor gravierenden Lücken in der Schwimmausbildung. Um zukünftige Tragödien zu verhindern, fordern Experten eine frühzeitige Aufklärung sowie eine bessere Infrastruktur für Schwimmkurse. Nur durch präventive Maßnahmen kann die Sicherheit an deutschen Gewässern langfristig erhöht werden.
Frank Zantis, Sprecher der DLRG Nordrhein, betont die Notwendigkeit, Kinder bereits in der Grundschule zu sicheren Schwimmern auszubilden. Das bloße Erreichen des „Seepferdchens“ reiche bei weitem nicht aus; erst das Bronze-Schwimmabzeichen garantiere eine grundlegende Sicherheit im Wasser. Ein massives Problem stellen laut Zantis die langen Wartelisten für Schwimmkurse dar, die durch fehlende Wasserflächen in den Kommunen entstehen. Eltern müssen ihre Kinder daher ebenso frühzeitig wie für den Kindergarten anmelden.
Das Seepferdchen reicht nicht aus. Nur das Bronze-Abzeichen bescheinigt Kindern die nötige Sicherheit, um in tiefem Wasser zu überleben.
Neben mangelnden Schwimmfähigkeiten unterschätzen viele Menschen die tückischen Strömungen in Flüssen, die unter der ruhigen Wasseroberfläche lauern. Auch der chronische Personalmangel bei den Rettungskräften verschärft die Situation an den Badestellen erheblich. Die DLRG ist dringend auf neue ehrenamtliche Rettungsschwimmer angewiesen, um den Aufsichtsdienst an heißen Tagen flächendeckend zu sichern. Kommunen stehen nun in der Pflicht, strengere Sicherheitsvorkehrungen in Freibädern zu prüfen und umzusetzen.




