Dieses Video wurde am 31. Mai 2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der verheerende Ausbruch des Unterseevulkans Hunga Tonga im Jahr 2022 überrascht die Wissenschaft nachhaltig. Eine aktuelle Studie belegt nun, dass die gigantische Eruption enorme Mengen des klimaschädlichen Methans in der Erdatmosphäre zerstört hat. Dieser unerwartete Selbstreinigungseffekt der Natur könnte völlig neue Wege im Kampf gegen die Erderwärmung aufzeigen.
Die Eruption im südpazifischen Raum setzte Kräfte frei, die die Sprengkraft von hunderten Hiroshima-Bomben übertrafen und eine Aschesäule bis in die Stratosphäre katapultierten. Doch die gefürchtete Klimakatastrophe blieb aus, da der Vulkan zeitgleich seinen eigenen Ausstoß kompensierte. Durch das Zusammenspiel von salzigem Meerwasser, vulkanischer Asche und starker Sonneneinstrahlung bildete sich in der Megawolke hochreaktives Chlor. Dieses Gas agierte als hocheffizienter Staubsauger und eliminierte die schädlichen Treibhausgase in Rekordzeit über weite Gebiete hinweg.
Die Natur zeigt uns mit diesem chemischen Selbstreinigungsprozess unerwartete Mechanismen, die als Vorbild für zukünftige Klimatechnologien dienen könnten.
Mithilfe moderner Satellitenüberwachung konnten globale Forschungsteams die reinigende Riesenwolke über zehn Tage hinweg präzise verfolgen. Die gewonnenen Daten aus der Fachzeitschrift Nature Communications zeigen eindrucksvoll, dass der natürliche Klimaschutz weitaus komplexer ist als bisher angenommen. Nun wird intensiv geprüft, ob sich dieser chemische Prozess kontrolliert im Labor nachbilden lässt, um eine neue, technologische Waffe gegen den Klimawandel zu entwickeln und gezielt in der Erdatmosphäre einzusetzen.




