Sabotage in Bayern: Belarussen unter Verdacht

Dieses Video wurde am 29. Oktober 2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Zwei mutmaßliche Saboteure aus Belarus wurden in Bayern festgenommen, nachdem sie Anschläge auf kritische Infrastruktur geplant haben sollen. Die Bedrohung durch hybride Kriegführung nimmt spürbar zu und alarmiert die Sicherheitsbehörden im Freistaat.

Bei Langenfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gerieten die beiden Verdächtigen ins Visier der Ermittler. Im Umfeld einer wichtigen Bahnstrecke und Strommasten wurden sie mit vier Kanistern hochentzündlichen Materials angetroffen. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus wirft ihnen Agententätigkeit zu Sabotagezwecken vor. Nach Erkenntnissen der Behörden könnten die Männer auch in Rumänien an einem Brandanschlag beteiligt gewesen sein, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Rüstungskonzern ereignete. Seit Oktober sitzen die Beschuldigten in Untersuchungshaft in Bayern.

Die Bedrohung kritischer Infrastruktur durch hybride Kriege zeigt, dass unser aktuelles Strafrecht dringend modernisiert werden muss.

Angesichts dieser Vorfälle fordert der bayerische Justizminister eine drastische Verschärfung des Strafrechts. Das bestehende rechtliche Instrumentarium stamme noch aus der Zeit des Kalten Krieges und entspreche längst nicht mehr den Realitäten moderner hybrider Konflikte. Experten wie Josef Römel vom Bayerischen Rundfunk bestätigen, dass solche grenzüberschreitenden Sabotageakte hochkomplex sind. Insbesondere die Aufklärung von versteckten Hintermännern und digitaler Chatkommunikation stellt die Ermittlungsbehörden vor enorme Herausforderungen, während die internationale Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten zunehmend intensiviert wird.