Iran-Abkommen: Kiesewetter warnt vor Mullah-Triumph

Dieses Video wurde am 19. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Das neue Iran-Abkommen sorgt international für scharfe Kritik. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter warnt eindringlich vor den globalen Konsequenzen und sieht eine Stärkung des Terrorregimes in Teheran. Die westliche Sicherheitsarchitektur stehe nun vor einer schweren Zerreißprobe.

Kiesewetter bezeichnet die Vereinbarung als geopolitisches Desaster. Von 14 Vertragspunkten seien 13 reine Zugeständnisse der USA, darunter ein umfassender Truppenabzug aus der Region. Während der Iran Zugriff auf Milliarden freigegebener Dollar erhält, bleibt das Existenzrecht Israels völlig unerwähnt. Auch die Entwaffnung von Terrorgruppen wie der Hamas oder Hisbollah sei kein Teil des Abkommens. Die Sicherheitslage im Nahen Osten verschlechtere sich dadurch dramatisch, während die iranische Bevölkerung für den Deal der Mullahs einen extrem hohen Preis zahle.

„Der Iran geht gestärkt aus diesem Abkommen hervor, während die Sicherheit Israels und die Bedrohung durch ballistische Raketen völlig vernachlässigt werden.“

Auch die geplante Minenräumung im Persischen Golf durch europäische Kräfte sieht der Außenpolitiker kritisch. Es fehle an einer klaren europäischen Strategie und einem robusten UN-Mandat. Die Bundesregierung handele überstürzt, indem sie bereits Schiffe entsende, ohne dass die politische Haftung geklärt sei. Die Bundeswehr dürfe nicht den Preis für die gravierenden Mängel dieses Abkommens zahlen. Europa müsse stattdessen die iranische Opposition stärken und gegenüber Teheran eine klare Haltung bei Menschenrechtsverletzungen und nuklearer Aufrüstung einnehmen.