Dieses Video wurde am 8. Juni 2026 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach der verheerenden Flutkatastrophe fordern die Anwohner im bayerischen Zusum einen besseren Hochwasserschutz. Die zuständigen Behörden blockieren jedoch eine Erhöhung der Deiche aus strategischen Gründen. Betroffene Bürger stehen nun vor einer ungewissen Zukunft und fordern rasche politische Lösungen.
Rund 70 Bürger demonstrierten kürzlich am Deich im Donauwörther Ortsteil Zusum für umfassendere Schutzmaßnahmen. Nach dem katastrophalen Hochwasser im Jahr 2024 fordern sie den sogenannten HQ-100-Schutz, der auch extremen Fluten standhalten würde. Das zuständige Wasserwirtschaftsamt lehnt eine einfache Deicherhöhung jedoch ab. Es argumentiert, dass es sich rechtlich um Teilschutzdeiche handelt, deren Überflutung bei Extremwetter einkalkuliert ist, um größere urbane Zentren flussabwärts vor den Wassermassen zu schützen.
Die Deicherhöhung ist rechtlich unmöglich, da diese Teilschutzdeiche gezielt überflutet werden müssen, um größere Städte vor extremen Fluten zu schützen.
Während die Behörden an Sanierungen arbeiten, scheitern dringende Maßnahmen oft am zähen Flächenerwerb. Landwirte und Eigentümer fordern im Gegenzug für ihre Grundstücke Deicherhöhungen, was die Verhandlungen blockiert. Für die traumatisierten Anwohner, deren Häuser teils noch immer Baustellen sind, bleibt die ständige Hochwassergefahr eine psychische Zerreißprobe. Eine baldige Bürgerversammlung soll nun Klarheit in der festgefahrenen Situation bringen.




