Deutschlands Geburtenkrise: Familien am Limit

Dieses Video wurde am 3. Mai 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die deutsche Geburtenrate ist auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken, was eine tiefgreifende Regierungskrise in der Familienpolitik offenbart. Experten warnen vor massiven Folgen für die Sozialversicherungssysteme, da finanzielle Unsicherheit viele Paare abschreckt.

Sebastian Heimann vom Deutschen Familienverband kritisiert die aktuelle Ausrichtung der Politik scharf. Statt echter Unterstützung dominiert eine Arbeitsmarktpolitik, die Eltern lediglich schnellstmöglich zurück in den Beruf drängen will. Die Debatten über das Ende des Ehegattensplittings und die Mitversicherung sorgen für zusätzliche wirtschaftliche Unsicherheit. Laut Heimann fragen sich Paare heute primär, ob sie sich ein Kind überhaupt noch leisten können, anstatt sich auf die Familienplanung zu freuen. Dies untergräbt das Vertrauen in den Sozialstaat nachhaltig.

Die größte Steuererhöhung für Familien droht: Das Ende des Ehegattensplittings und der Mitversicherung zerstört das Vertrauen in die politische Verlässlichkeit massiv.

Die demografische Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für die kommenden Jahrzehnte. Wenn in den nächsten 15 Jahren rund 15 Millionen Erwerbstätige in Rente gehen, droht ein akuter Fachkräftemangel, der durch Zuwanderung allein nicht kompensiert werden kann. Eine investitionsstarke Familienpolitik ist daher unumgänglich, um die Kranken- und Rentenversicherung langfristig zu stabilisieren. Ohne spürbare Anreize für Mehrkindfamilien wird der Wirtschaftsstandort Deutschland seine bisherige Stabilität verlieren und in eine tiefe Krise schlittern.