Dieses Video wurde am 24. Mai 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Europäische Union steht vor einer Zerreißprobe zwischen notwendigem Zusammenhalt und lähmender Überregulierung. Sachsens Ministerpräsident fordert daher einen radikalen Bürokratieabbau und die gezielte Stärkung regionaler Kompetenzen. Nur so kann die Gemeinschaft als globale Lebensversicherung gegenüber anderen Großmächten handlungsfähig bleiben.
Die ausufernde Regulierung aus Brüssel, wie das Lieferkettengesetz oder die Taxonomie, belastet die Wirtschaft in Deutschland und ganz Europa massiv. Ein bloßes Vereinfachen oder Digitalisieren reicht nicht aus; vielmehr ist eine grundlegende Rückabwicklung von Verordnungen erforderlich. Zudem muss das Machtgefüge zwischen EU-Kommission und Nationalstaaten neu justiert werden, um die Handlungsfähigkeit Europas nachhaltig zu sichern. Nur durch deutlich mehr unternehmerische Freiheit und weniger bürokratische Hürden kann sich der europäische Kontinent im globalen Wettbewerb behaupten.
Europa ist unsere Lebensversicherung gegen globale Mächte, darf aber nicht in einer Flut von Bürokratie und Regulierung untergehen.
Ein weiterer Streitpunkt betrifft den mittelfristigen Finanzrahmen der Europäischen Union. Vorgeschlagene Kürzungen bei den Regionalisierungsmitteln schaden vor allem den ländlichen Räumen, in denen über die Hälfte der europäischen Bevölkerung lebt. Länder wie Sachsen, Polen und Tschechien bilden heute erfolgreiche Brückenregionen, die historische Gräben überwinden. Der Erhalt dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit vor Ort ist entscheidend, um den Zusammenhalt der Bürger zu sichern und die europäische Idee in der Praxis lebendig zu halten.




