Kiew unter Beschuss: Putin eskaliert vor Verhandlungen

Dieses Video wurde am 7. November 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Kurz vor den geplanten Kriegsende Verhandlungen in dieser Woche hat Russland einen massiven Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew gestartet. Bei eisigen Temperaturen wurden gezielt die Energieversorgung und wichtige Verkehrswege der Millionenstadt getroffen.

Mitten in der Nacht schlugen nach offiziellen ukrainischen Angaben zahlreiche ballistische Raketen und Drohnen in Kiew ein. Die Luftabwehr stand vor enormen Herausforderungen, da die Flugkörper extrem schnell ihr Ziel erreichten. Mehrere Wohngebäude sowie ein Kindergarten wurden schwer beschädigt. Besonders dramatisch ist die Situation für die Zivilbevölkerung, da durch die Treffer der kritischen Infrastruktur in weiten Teilen der Metropole Strom, fließendes Wasser und die Fernwärme komplett ausfielen. Zudem wurde die wichtige Nordbrücke über den Dnjepr beschädigt, wodurch der innerstädtische Verkehr massiv beeinträchtigt und vorerst gestoppt wurde.

Die gezielte Eskalation vor den Gesprächen offenbart die zynische Strategie des Kremls, während diplomatische Lösungen gesucht werden.

Die zeitliche Abfolge dieser Angriffe wirft international Fragen zur Ernsthaftigkeit diplomatischer Initiativen auf. Nur wenige Stunden vor dem Großangriff hatte der russische Präsident noch den Vermittlungseinsatz der Vereinigten Arabischen Emirate gewürdigt und von humanitären Anstrengungen gesprochen. Trotz der für den kommenden Dienstag angesetzten Friedensverhandlungen zeigt sich auf dem Schlachtfeld das exakte Gegenteil einer Entspannung. Die anhaltenden Angriffe auf ukrainische Städte und Regionen verdeutlichen, dass die militärische Gewalt unvermindert fortgesetzt wird und die Bevölkerung weiterhin unter den schweren Luftangriffen leidet.