AfD im Richtungsstreit: Zoff um die US-Politik

Dieses Video wurde am 7. November 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach der Wahlschlappe der US-Republikaner bricht in der AfD ein Richtungsstreit aus. Während die Parteispitze Donald Trump kritisiert, wollen andere Abgeordnete das Bündnis mit der Maga-Bewegung unbedingt weiter ausbauen.

Der Politikwissenschaftler Christian Stecker analysiert die aktuellen interne Spannungen innerhalb der Partei. Eine echte Parteispaltung sei in der Fundamentalopposition zwar nicht zu erwarten, doch die grundsätzliche Ausrichtung der rechten Politik ist heftig umstritten. Dabei stehen sich zwei unterschiedliche Lager gegenüber, die völlig verschiedene Vorstellungen von der zukünftigen strategischen Ausrichtung haben und dabei auch den Einfluss aus den Vereinigten Staaten sehr unterschiedlich bewerten.

Der anhaltende Streit über den US-Kurs offenbart tiefe Risse bezüglich der zukünftigen Ausrichtung der rechten Politik in Deutschland.

Auf der einen Seite stehen Politiker wie Markus Frohnmaier, die den Schulterschluss mit der amerikanischen Maga-Bewegung suchen und stark marktradikale Ansätze vertreten. Demgegenüber steht ein eher souveränistisches Lager, das eine eigenständige und kapitalismuskritischere Linie bevorzugt. Diese Kritiker werfen Trump gebrochene Versprechen und eine verfehlte Außenpolitik vor, was zeigt, dass die Bewertung des Populismus in der Partei keineswegs einheitlich geregelt ist.