Bürgergeld für Gesuchte: Behörden im Blindflug

Dieses Video wurde am 28. Oktober 2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Aktuelle Recherchen offenbaren massive behördliche Defizite bei der Auszahlung von Sozialleistungen. Obwohl Politiker verschärfte Sanktionen fordern, fehlt den Jobcentern jegliche Kenntnis über offene Haftbefehle von Leistungsempfängern.

Eine exklusive Auswertung neuer statistischer Daten der Bundesregierung wirft brisante Fragen zur inneren Sicherheit auf. Im vergangenen Jahr wurden rund 170.000 Haftbefehle ausgestellt, wobei ausländische Staatsbürger überproportional häufig betroffen sind. Besonders in den asylrelevanten Herkunftsländern zeigt sich eine deutliche statistische Auffälligkeit bei jungen Männern, die laut Kriminologen jedoch nur teilweise durch demografische Faktoren erklärbar ist.

Wegen strenger Datenschutzvorgaben überweisen deutsche Jobcenter weiterhin unwissentlich finanzielle Mittel an Personen mit offenen Haftbefehlen.

Kritiker wie die Gewerkschaft der Polizei fordern daher dringend einen behördenübergreifenden Datenaustausch mit der Justiz. Bisher verhindern jedoch veraltete IT-Strukturen und rechtliche Hürden eine schnelle Vernetzung. Experten prognostizieren, dass selbst bei einer schnellen gesetzlichen Änderung mehrere Jahre vergehen werden, bis eine effektive Kontrolle technisch realisierbar ist.