Rechte Krawalle in Belfast: Familien in Angst

Dieses Video wurde am 10. Juni 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach den schweren Ausschreitungen in Belfast herrscht in Nordirland höchste Alarmbereitschaft. Die gewaltsamen Angriffe auf Wohnhäuser haben die lokale Bevölkerung zutiefst traumatisiert. Besonders die gezielte Hetze in den sozialen Medien facht die ohnehin angespannte Lage weiter an.

Während der jüngsten Ausschreitungen kam es zu erschreckenden Szenen, als vermummte Randalierer Wohnungen attackierten und Brandsätze warfen. Besonders dramatisch war der Angriff auf das Heim einer geflüchteten Familie, die nur durch Glück unverletzt blieb. Diese fremdenfeindlichen Angriffe wecken bei vielen Bewohnern dunkle Erinnerungen an die historischen Unruhen vergangener Jahrzehnte. Die Polizei versucht nun mit einem massiven Sicherheitsaufgebot, weitere Eskalationen in den kommenden Nächten zu verhindern. Doch das Vertrauen in die öffentliche Sicherheit ist bei den Betroffenen nachhaltig erschüttert.

Die gezielte Stimmungsmache im Netz und die Hetze populistischer Akteure gefährden den sozialen Frieden und heizen die Gewalt auf den Straßen weiter an.

Experten sehen in den Unruhen das Resultat einer monatelangen Mobilisierung über digitale Kanäle. Desinformationen und Hasskampagnen, teils unterstützt von prominenten Akteuren der extremen Rechten, verstärken die gesellschaftliche Polarisierung. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, nicht nur die physische Gewalt einzudämmen, sondern auch der digitalen Radikalisierung entgegenzuwirken. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die getroffenen sicherheitspolitischen Maßnahmen ausreichen, um die Lage in Belfast nachhaltig zu befrieden und den Schutz von Minderheiten zu gewährleisten.