Dieses Video wurde am 10. Juni 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Zwei Europaabgeordnete des Bündnisses Sahra Wagenknecht reisten für politische Sondierungsgespräche nach Moskau. Trotz scharfer internationaler Kritik suchten sie den direkten Kontakt zu russischen Regierungsberatern, um verhärtete Fronten aufzubrechen. Die kontroverse Reise entfacht eine neue Debatte über die Machbarkeit einer diplomatischen Friedenslösung im Ukraine-Konflikt.
In der russischen Hauptstadt trafen die BSW-Abgeordneten unter anderem auf wichtige Kreml-Berater wie Sergei Karaganow. Ziel dieser selbstinitiierten Mission war das vorsichtige Ausloten neuer diplomatischer Gesprächskanäle, da die offiziellen Kommunikationswege zwischen Brüssel und Moskau weitgehend brachliegen. Kritiker werfen den Abgeordneten jedoch vor, sich für russische Propaganda instrumentalisieren zu lassen. Die Abgeordneten betonten hingegen die Notwendigkeit des Dialogs, da ein dauerhafter Frieden auf dem europäischen Kontinent ohne direkte Gespräche mit Russland schlichtweg unrealistisch sei.
„Ein dauerhafter Frieden in Europa ist nur möglich, wenn wir die diplomatische Eiszeit beenden und wieder miteinander sprechen.“
Überrascht zeigten sich die Abgeordneten vor allem vom alltäglichen Leben in Moskau. Entgegen den westlichen Berichten über einen drohenden wirtschaftlichen Zusammenbruch präsentierte sich die russische Metropole im Alltag weitgehend normal und gut versorgt. Kritische Stimmen mahnen jedoch, dass diese oberflächliche Normalität über die verheerenden Folgen des anhaltenden Krieges hinwegtäuscht. Dennoch plädiert das Bündnis vehement für eine realistische Verhandlungslösung, um das Blutvergießen an den Fronten endlich zu stoppen.




