Trumps Prunk-Projekte: Nationalparks müssen bluten

Dieses Video wurde am 6. Juni 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Zum 250. Geburtstag der USA lässt US-Präsident Donald Trump die Hauptstadt Washington im neuen Glanz erstrahlen. Doch die kosmetischen Großprojekte verschlingen Unmengen an Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird. Kritiker bemängeln, dass die Finanzierung heimlich aus den Budgets der amerikanischen Nationalparks abgezweigt wurde.

Während Washington D.C. für das anstehende Jubiläum und Trumps eigenen 80. Geburtstag aufwendig hergerichtet wird, regt sich heftiger Widerstand. Wahrzeichen wie der Columbusbrunnen erstrahlen in neuem Glanz, und der gigantische Reflection Pool wurde für ein Vielfaches der geplanten Kosten saniert. Für diese Prestigeobjekte leitete die Regierung jedoch kurzfristig Gelder um, die eigentlich für den Erhalt unberührter Naturgebiete vorgesehen waren. Umfragen zeigen nun, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung diese politischen Prioritäten des Präsidenten scharf ablehnt.

Die Zweckentfremdung von Geldern der Nationalparks für urbane Prestigeprojekte gefährdet den Schutz unserer wichtigsten Naturerben.

Die Sanierungsarbeiten unterliegen direkt Trumps persönlicher Aufsicht, der sich medienwirksam als oberster Ästhet inszeniert. Durch den Einsatz exklusiver Materialien und eines umstrittenen blauen Anstrichs des Reflection Pools geraten die Kosten jedoch völlig außer Kontrolle. Während die Hauptstadt im glanzvollen Prunk versinkt, droht den ländlichen Nationalparks durch den akuten Finanzentzug eine erhebliche Verwahrlosung. Dieses Vorgehen verschärft die Debatte um die Verteilung staatlicher Ressourcen in einer ohnehin angespannten politischen Phase.