Wut auf Gas-Pläne: Tausende formen Protest-Windrad

Dieses Video wurde am 31. Mai 2026 von faz auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Rund 3000 Menschen haben in Nordrhein-Westfalen mit einem riesigen, aus Menschen geformten Windrad gegen die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung demonstriert. Unter dem Motto „Zukunft statt Gas“ richtete sich der Protest gegen den geplanten Bau neuer Gaskraftwerke. Die Demonstranten fordern eine konsequente Energiewende statt des Festhaltens an fossilen Brennstoffen.

Im Fokus der Kritik steht die Bundeswirtschaftsministerin, die trotz des verfassungsrechtlich verankerten Klimaschutzes weiterhin auf fossile Energieträger setzen will. Der geplante Bau neuer Gaskraftwerke wird von Umweltaktivisten als Rückschritt gewertet. Sie werfen der Regierung vor, die im Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts festgelegten Pflichten zu ignorieren. Ein solcher Kurs gefährde nicht nur die Klimaziele, sondern verleugne auch die Dringlichkeit der globalen Erwärmung. Umso wichtiger sei jetzt ein unüberhörbares, gesellschaftliches Signal gegen diese politische Richtung.

„Die aktuelle Klimapolitik ignoriert das Urteil des Verfassungsgerichts und gefährdet durch den Fokus auf Erdgas vorsätzlich unsere Zukunft.“

Die Bundesregierung verteidigt das Vorhaben hingegen als notwendige Übergangslösung. Die neuen Gaskraftwerke sollen als flexible Reserve dienen, um die Stromversorgung zu sichern, falls Wind- und Sonnenenergie vorübergehend nicht ausreichen. Kürzlich forderte das Ministerium zudem einen Realitätscheck der Energiewende, was von Kritikern jedoch als eine dauerhafte Abkehr von den ambitionierten Ausbaupfaden für erneuerbare Energien verstanden wird. Das Spannungsverhältnis zwischen Versorgungssicherheit und Klimaschutz verschärft somit die politische Debatte erheblich.