ICE-Haftanstalt: Hungerstreik gegen Misshandlung

Dieses Video wurde am 28. Mai 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In einer US-Abschiebehaftanstalt in New Jersey eskaliert die Lage dramatisch. Hunderte Insassen befinden sich im Hungerstreik, um gegen unmenschliche Haftbedingungen und systematische Misshandlungen zu protestieren. Nun fordern demokratische Abgeordnete nach einer Inspektion unverzügliche Aufklärung von den Behörden.

Berichte aus der Delaney-Hall-Haftanstalt zeichnen ein verheerendes Bild der Lage vor Ort. Neben unzureichender medizinischer Versorgung schwangerer Frauen berichten Augenzeugen von verdorbenem Essen mit Madenbefall. Während die US-Einwanderungsbehörde ICE die Vorwürfe verharmlost und von bloßen Befindlichkeiten spricht, berichten Aktivisten von systematischer Repression gegen die Streikenden. Mindestens 13 Häftlinge wurden nach Protestbeginn in andere Einrichtungen verlegt, was Beobachter als gezielte Strafmaßnahmen einstufen. Die Lage erfordert nun ein schnelles gesetzliches Einschreiten der US-Regierung.

Die Zustände in den US-Haftanstalten sind erschreckend und zeigen, dass Menschenrechtsverletzungen in der Abschiebehaft leider kein Einzelfall, sondern System sind.

Die anhaltenden Proteste vor den Toren der Haftanstalt verdeutlichen die wachsende Brisanz der US-Einwanderungspolitik. Unabhängige Beobachter fordern schon länger eine umfassende Reform des Abschiebesystems und die Schließung privater Gefängnisse. Der aktuelle Fall zeigt drastisch, wie dringend notwendige parlamentarische Kontrollrechte ausgeweitet werden müssen, um die Rechte schutzloser Inhaftierter wirksam zu wahren. Die Weigerung der Behörden, die Missstände anzuerkennen, verschärft die ohnehin tiefgreifende Regierungskrise im Bereich der humanitären Standards.