Teepflücker in Sri Lanka: Opfer des Irankriegs

Dieses Video wurde am 21. Mai 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der ferne Nahostkonflikt trifft die Schwächsten im globalen Süden mit voller Wucht. Im Hochland Sri Lankas bedroht ein massiver Preisschock durch den Irankrieg die Existenz unzähliger Familien. Diese globalen Marktstörungen belasten das Haushaltsbudget extrem.

Auf dem traditionsreichen Dunkeld Estate in Hatton kämpfen die Arbeiter täglich gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise. Obwohl sie hochwertigen Tee für den Weltmarkt ernten, reicht der Lohn kaum noch für das Nötigste. Durch den Krieg sind die Preise für Kochgas um über 20 Prozent gestiegen. Viele Familien müssen nun auf Brennholz ausweichen, da fossile Brennstoffe unbezahlbar geworden sind. Jede weitere Teuerung gefährdet die Ausbildung der Kinder und damit den Weg aus der Armut.

Der Nahostkonflikt zeigt, wie globale Krisen die Lebenshaltungskosten der ärmsten Bevölkerungsschichten im fernen Asien existenziell bedrohen.

Das Dunkeld Estate exportiert jährlich rund 350 Tonnen Tee weltweit, doch die Erzeuger spüren von diesem Umsatz wenig. Für sie ist die geopolitische Krise kein fernes Nachrichtenthema, sondern eine unmittelbare Bedrohung ihrer Existenz. Wenn die Teuerungsrate weiter anhält, droht der Region eine humanitäre Katastrophe. Die Arbeiter hoffen auf eine Stabilisierung der Weltmärkte, um den Kreislauf aus Armut und steigenden Kosten endlich zu durchbrechen.