Dieses Video wurde am 19. Mai 2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die deutsche Wirtschaft stagniert seit Jahren, während sich die Politik in Detailfragen verliert. Der Ökonom Maurice Höfken warnt nun eindringlich vor einer anhaltenden wirtschaftspolitischen Lähmung. Er fordert einen mutigen Befreiungsschlag, um den drohenden sozialen und ökonomischen Abstieg abzuwenden.
Derzeit stützt der Staat die Konjunktur nur noch künstlich durch laufende Ausgaben. Höfken kritisiert, dass die Bundesregierung bei drängenden Fragen wie Steuern und Renten nur kosmetische Korrekturen vornimmt. Diese Erbsenzählermentalität verfehlt die Hebelwirkung, die für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nötig wäre. Statt über minimale Entlastungen zu streiten, braucht es laut dem Experten ein kraftvolles Konjunkturprogramm. Nur so lassen sich die tiefen ökonomischen Existenzängste vieler Bürger effektiv bekämpfen, die ansonsten vermehrt extreme politische Kräfte stärken könnten.
„Alles, was derzeit diskutiert wird, ist bloßes Stückwerk. Wir müssen weg von der Sparpolitik und endlich durch gezielte Investitionen neue Impulse setzen.“
Um kleine und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten, schlägt der Ökonom eine gezielte Umverteilung oder die Aufnahme neuer Schulden vor. Höhere Steuern für Spitzenverdiener seien ökonomisch sinnvoll, da wohlhabende Haushalte eine deutlich höhere Sparquote aufweisen. Letztlich blockiere jedoch vor allem die starre Schuldenbremse die dringend benötigten Strukturreformen. Ohne einen echten finanziellen Impuls droht Deutschland im internationalen Vergleich weiter den Anschluss zu verlieren und die wirtschaftliche Stagnation dauerhaft zu manifestieren.




