Dieses Video wurde am 17. April 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Fall Collien Fernandes löst eine hitzige Debatte über digitale Gewalt aus. Experten warnen jedoch vor einer möglichen Instrumentalisierung für staatliche Eingriffe. Der Gesetzentwurf steht nun unter strenger Beobachtung der Fachöffentlichkeit.
Die Solidarität mit Opfern digitaler Angriffe ist groß, doch Kritiker sehen im aktuellen Gesetzgebungsverfahren eine Gefahr für die Bürgerrechte. Es besteht die Sorge, dass emotionale Einzelfälle als Vorlage für weitreichende staatliche Eingriffe dienen könnten. Während der Schutz vor Deepfakes notwendig erscheint, lehnen Fachjournalisten biometrische Abgleiche ab. Diese Maßnahmen könnten die Grenze zur Überregulierung überschreiten und die Privatsphäre im digitalen Raum massiv gefährden.
Es braucht Schutz vor missbräuchlichen Deepfakes, doch biometrische Internetabgleiche wären ein massiver und gefährlicher Eingriff in die Freiheitsrechte.
Ein kritischer Punkt bleibt die geplante IP-Adressspeicherung, die oft als Lösung präsentiert wird. Fachleute befürchten jedoch, dass hierdurch eine staatliche Kontrolle durch die Hintertür etabliert werden könnte. Besonders die Unterscheidung zwischen der Erstellung und Verbreitung von KI-Inhalten ist rechtlich heikel. Sollte bereits der bloße Besitz künstlicher Bilder zu Hausdurchsuchungen führen, wäre dies ein fataler Präzedenzfall für den demokratischen Rechtsstaat.




