WELT-Reporter Ronzheimer: Angriff bei AfD-Demo!

Dieses Video wurde am 1. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Paul Ronzheimer, Reporter für WELT, geriet bei Dreharbeiten zu einer Demonstration gegen die AfD-Jugend in Gießen in eine bedrohliche Situation. Er wurde von Demonstranten angefeindet und musste von der Polizei geschützt werden. Die Stimmung eskalierte, als er als ‚Springerpresse‘ diffamiert wurde.

Ronzheimer war mit seinem Team für Sat.1 vor Ort, um sowohl in der Messehalle als auch bei den Protesten davor zu filmen. Bei der Adenauer Brücke führte er Interviews mit Demonstranten. Die anfängliche Neugier wich schnell Aggression, als er von einigen als ‚Springerpresse‘ erkannt wurde. Plötzlich forderte eine Lautsprecheranlage dazu auf, gegen Paul Ronzheimer Lärm zu machen, was die Situation weiter anheizte. Die Menge kesselte das Team ein und es kam zu Beleidigungen und Nazi-Vorwürfen.

Die Situation eskalierte, als Rufe gegen Ronzheimer laut wurden, was zeigt, wie schnell sich eine aufgebrachte Menge gegen Einzelne wenden kann. Die Meinungsfreiheit geriet in Gefahr.

Ronzheimer versuchte, mit den Leuten zu sprechen, aber es war unmöglich, einen Dialog zu führen. Die Demonstranten schrien ihn an und bezeichneten ihn immer wieder als Nazi. Als das Team versuchte, den Ort zu verlassen, verfolgten sie etwa 200 bis 300 Personen. Nur durch den Einsatz der Polizei konnte das Team geschützt werden. Ronzheimer vermutet, dass er als Gesicht der Bild-Zeitung zum Blitzableiter für den allgemeinen Unmut wurde, der sich gegen die Medien richtete.

Die Polizei forderte Ronzheimer schließlich auf, die Dreharbeiten einzustellen, um seine Sicherheit zu gewährleisten und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Beamten begleiteten das Team zu einem sicheren Ort und erteilten einen Platzverweis. Ronzheimer betont, dass er der Polizei keinen Vorwurf macht, da die Situation äußerst aggressiv war und die Beamten überlastet waren. Nach einer Wartezeit konnte das Team unter dem Schutz der Polizei die Messerhalle erreichen und ihre Arbeit fortsetzen.