Wehrdienst: Freiwilligkeit statt Pflicht?

Dieses Video wurde am 5. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Bundestag debattiert über den neuen Wehrdienst. Im Fokus steht die Freiwilligkeit, doch Kritik an einer möglichen Militarisierung wird laut. Die SPD betont die Wichtigkeit der Auseinandersetzung junger Menschen mit gesellschaftlichen Beiträgen.

Der Bundestag entscheidet heute über das Wehrdienstgesetz, das eine flächendeckende Musterung junger Männer vorsieht. Während Umfragen eine mehrheitliche Unterstützung in der Bevölkerung zeigen, formiert sich Widerstand. Die Initiative Schulstreit gegen Wehrpflicht ruft zu Protesten auf. Siemtje Möller (SPD) betont, dass es um einen freiwilligen Wehrdienst geht und nicht um eine Wehrpflicht.

Junge Menschen sollen sich Gedanken machen, ob sie bereit sind, einen freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr zu leisten. Es geht um den Beitrag für ihr Land und ob es nicht anderes braucht. Diskurs ist wichtig!

Möller äußert Verständnis für das Engagement junger Menschen, auch wenn sie die Form des Schulstreiks nicht bewerten möchte. Sie betont, dass die Kritik auf einer falschen Voraussetzung beruht, da es nicht um eine Wehrpflicht geht. CDU-Kritik an der Naivität der Schüler weist sie zurück. Es gehe darum, junge Menschen für die Bundeswehr zu interessieren und Gespräche anzuregen.

BSW und Linke unterstützen die Schulstreiks und warnen vor einer Überforderung junger Menschen und einer Militarisierung der Gesellschaft. Möller entgegnet, dass der Staat den Kontakt zu jungen Menschen suche, um sie für einen freiwilligen Dienst zu gewinnen. Sie wirft der Linken eine bewusste Verdrehung der Tatsachen vor, da es nicht um Wehrpflicht gehe.