Verbrenner-Aus auf dem Prüfstand: Kurswechsel in der EU?

Dieses Video wurde am 12. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die EU-Kommission überdenkt das Verbrenner-Aus ab 2035. Nun könnten doch Benziner und Diesel eine Zukunft haben. Ein Kurswechsel, der Diskussionen auslöst.

Ursprünglich sollten ab 2035 keine Neuwagen mit CO2-Ausstoß mehr zugelassen werden. Nun ist die Rede von einer möglichen Quote für Verbrenner. Bundeskanzler März begrüßt diese Technologieoffenheit. BMW sieht darin ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit. Andere Hersteller warten die konkreten Pläne der EU-Kommission ab. In Eching bei München herrscht ein geteiltes Meinungsbild über die Zukunft des Verbrenners.

Eine Aufweichung des Verbrenner-Aus könnte bedeuten, dass Plugin-Hybride und Range Extender Modelle weiterhin zugelassen werden. Die Frage ist, ob synthetische Kraftstoffe eine Rolle spielen werden.

Automobilexperte Professor Stefan Bratzel warnt vor Verunsicherung bei den Kunden. Der Markthochlauf der Elektromobilität könnte sich verlangsamen. Gleichzeitig investieren chinesische Akteure massiv in die Elektromobilität, was Deutschland zurückwerfen könnte. Kurzfristig mag der Kurswechsel helfen, langfristig könnte er schaden. Ein Strukturwandel erfordert Innovation und Technologieführerschaft.

Bratzel betont die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken. Verbesserte Rahmenbedingungen, wie Arbeitsbedingungen, Arbeitslöhne und Energiekosten, sind entscheidend. Parallel dazu muss das Thema Technologie und Innovation vorangetrieben werden. Nur so kann Deutschland im globalen Wettbewerb bestehen und Arbeitsplätze sichern. Die Transformation der Automobilindustrie ist in vollem Gange.