Dieses Video wurde am 8. Dezember 2025 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Friedensverhandlungen in der Ukraine stagnieren. Sicherheitsexperte Frank Umbach sieht das Hauptproblem in der fehlenden Kompromissbereitschaft Russlands und der unzureichenden Wahrnehmung der russischen Positionen im Westen. Er fordert mehr Engagement.
Laut Umbach gibt es kaum Fortschritte bei den Verhandlungen. Moskau habe bisher keine wirklichen Konzessionen gemacht und vertraue darauf, dass jeder neue Friedensvorschlag von westlicher Seite weitere Zugeständnisse der Ukraine erzwingen würde. Die Maximalbedingungen Russlands seien unverändert: die völlige Zerschlagung der Ukraine und die Auslöschung der ukrainischen Identität. Diese Ziele würden in den russischen Medien klar kommuniziert.
Moskau zeigt kein Interesse an einem Waffenstillstand, sondern setzt darauf, dass die Zeit für Russland spielt. Die Ukraine müsste für Friedensgespräche unverhältnismäßig große Zugeständnisse machen.
Umbach betont, dass ein sofortiger Waffenstillstand ein Zeichen russischen Interesses an Frieden wäre. Stattdessen vertraut Moskau darauf, dass die Zeit für sie spielt. Der Donbas sei für die Ukraine von zentraler Bedeutung, sowohl als industrielles Herzstück als auch als wichtige Verteidigungslinie. Ein Verlust dieser Gebiete würde die Sicherheitslage der Ukraine erheblich schwächen und große Gebiete verlieren.
Die vermeintlichen Sicherheitsgarantien, die bisher diskutiert wurden, seien laut Umbach keine echten Garantien. Sie ähnelten dem Budapester Abkommen von 1994, an das sich keine Seite gehalten habe. Die USA müssten zu substanziellen Sicherheitsgarantien bereit sein, einschließlich militärischer Hilfe und logistischer Unterstützung. Hier sieht der Experte derzeit keine ausreichenden Fortschritte.




