Dieses Video wurde am 11. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Wolfgang Ischinger analysiert die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg und übt deutliche Kritik. Er sieht die mangelnde Kompromissbereitschaft Russlands als größtes Hindernis und bemängelt die Rolle der USA unter Donald Trump in diesem Konflikt.
Ischinger betont, dass selbst die beste Einigung zwischen Europa und den USA wirkungslos bleibt, solange Russland nicht von seinen Maximalforderungen abrückt. Er hofft, dass die aktuellen Gespräche Bewegung in die russische Position bringen. Sollten diese Bemühungen scheitern, müsse der Druck auf Russland erhöht werden, idealerweise auch von amerikanischer Seite. Gespräche mit Trump seien zwar konstruktiv, doch sein Einfluss bleibt fraglich.
Ohne europäische Beteiligung ist keine Lösung des Konflikts möglich. Die USA sollten eine Kontaktgruppe gründen, um die Strategie abzustimmen und diplomatische Fehler zu vermeiden.
Ischinger kritisiert den Alleingang des Weißen Hauses unter Trump, das einen Deal im Alleingang durchdrücken wolle. Er betont, dass die Umsetzung einer Lösung ohne die Europäer nicht möglich sei. Trotzdem begrüßt er Trumps Bemühungen, den gordischen Knoten zu zerschlagen, auch wenn diese bisher ohne Erfolg blieben. Die Bombardierung der ukrainischen Zivilbevölkerung gehe ungehindert weiter.
Bezüglich der nationalen Sicherheitsstrategie der USA, die eine Zusammenarbeit mit Ländern wie Österreich, Italien, Ungarn und Polen vorsieht, um diese aus der EU zu ziehen, äußert sich Ischinger skeptisch. Er verweist auf die negativen Folgen des Brexit für Großbritannien und bezweifelt, dass ein Austritt aus der EU für andere Länder Vorteile bringen würde. Nicht einmal Viktor Orbán halte dies für einen gangbaren Weg.




