Ukraine-Gipfel: Broders bittere EU-Kritik

Dieses Video wurde am 18. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Henrik Broder analysiert den jüngsten Ukraine-Gipfel und übt harte Kritik an der EU. Er sieht in den Gipfeltreffen ein reines Marionettentheater und vergleicht die Situation mit dem berühmten Zitat: Viel Lärm um nichts.

Broder bemängelt, dass Deutschland zwar eine Führungsrolle einnimmt, aber unklar ist, ob diese tatsächlich mit Führung gleichzusetzen ist. Er erinnert an den Gipfel in Berlin, der im Ausnahmezustand stattfand, aber kaum Ergebnisse brachte. Die anfängliche Begeisterung und der Schwung sind verflogen, und es bleibt der Eindruck von Schall und Rauch. Die Sicherheit Europas sei untrennbar mit der Sicherheit der Ukraine verbunden, ein Satz, der jedoch schon oft gehört wurde.

Europa plant viel und will zusammenwirken, aber wenn es zur Sache geht, passiert wenig. Russland betreibt die Endlösung der Ukraine-Frage, während Europa zusieht und überlegt.

Broder kritisiert auch die Bauchschmerzen einiger europäischer Staaten, wenn es darum geht, an russisches Vermögen heranzugehen. Er verweist auf Armin Laschet, der im Zustand der vollen Durchtrunkenheit Chancen auf Frieden in der Ukraine sieht. Dies sei ein Zeichen für die Realitätsferne vieler Politiker. Europa schaut seit Jahren zu, wie die Ukraine zerstört wird, und der Krieg droht, so lange zu dauern wie der Erste Weltkrieg.

Abschließend zieht Broder einen bitteren Vergleich zu einem dänischen Politiker, der vorschlug, aus der NATO auszutreten und Russland die sofortige Kapitulation zu erklären. Er betont, dass es jetzt ums Leben und Überleben in der Ukraine geht und nicht um die Frage, ob Deutschland wieder auf der internationalen Bühne präsent ist. Die Einheit der Europäischen Union sei fragwürdig, wenn dies die Politik sei.