Tübingen: Palmer tobt über Datenschutz-Wahnsinn!

Dieses Video wurde am 6. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Tübingen sorgt ein Datenschutzverfahren für Aufregung. Oberbürgermeister Palmer kritisiert den bürokratischen Aufwand scharf, nachdem ein Bürger sich über öffentliche Geburtstagsgrüße beschwert hatte. Die Folge: Gratulationen im Amtsblatt werden gestrichen.

Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, sieht sich mit einem unerwarteten Problem konfrontiert. Ein Bürger beschwerte sich über eine öffentliche Gratulation zu seinem 75. Geburtstag im Tübinger Amtsblatt. Der Landesdatenschutzbeauftragte leitete daraufhin ein Verfahren gegen die Stadt ein. Palmer kritisiert dies als überzogenen Bürokratiezirkus. Er fragt sich, wie viele zusätzliche Beamte benötigt würden, wenn jeder Altersjubilar vorab um Erlaubnis gefragt werden müsste. Dies sei eine Vernichtung von Arbeitszeit.

Datenschutz ist wichtig, aber dieses Verfahren ist übertrieben. Es behindert unnötig und schränkt ein. Ein sinnvoller Gedanke wird ad absurdum geführt. Es fehlt Augenmaß.

Die Reaktionen in Tübingen sind gemischt. Viele schütteln den Kopf über die übertriebene Reaktion des Datenschutzes. Während der Datenschutz in Bereichen wie sozialen Netzwerken wichtig sei, erscheine das Verfahren in diesem Fall als witzlos. Kritiker bemängeln, dass der Datenschutz mittlerweile alles behindere und unverhältnismäßig einschränke. Andere sehen keinen Grund für den Aufstand, wenn doch ein guter Gedanke hinter der Gratulation stehe.

Für Boris Palmer ist die Konsequenz aus der Beschwerde und dem Verfahren klar: Es wird keine Gratulationen mehr in den Mitteilungsblättern der Stadt geben. Damit endet eine jahrzehntelange Tradition. Palmer bedauert dies vor allem für diejenigen, die im Ort miteinander reden wollen. Die Gratulationen dienten dazu, Gemeinschaft zu stiften und Anteilnahme zu zeigen. Der Jubilar, der die Beschwerde einlegte, störte sich an den vielen Gratulationen, die er aufgrund der Veröffentlichung erhalten hatte. Dass nun niemandem mehr öffentlich gratuliert werde, sei nicht sein Problem.