Dieses Video wurde am 20. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Region Saporischschja wird zunehmend zum Zentrum heftiger Kämpfe. Täglich werden Angriffe geflogen, die das Leben der Menschen stark beeinträchtigen. Trotz der ständigen Bedrohung versuchen die Einwohner, eine gewisse Normalität aufrechtzuerhalten, während sich die Frontlinie immer weiter nähert und der Bedarf an unterirdischen Schulen immer wichtiger wird.
Tatjana reist regelmäßig in die Ukraine, um sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen. Besonders betroffen ist die Region Saporischschja, deren Hauptstadt fast täglich mit Fliegerbomben beschossen wird. Tatjana und ihr Team dokumentieren die Auswirkungen auf die Menschen und ihren Alltag. Aufräumarbeiten sind nach jedem Einschlag nötig, wie nach dem Abwurf einer gelenkten Fliegerbombe KAB-250, von denen gleich drei an einem Tag einschlugen. Viele Menschen werden verletzt und obdachlos.
Die Feuerwehr löscht Brände und versorgt die Bewohner mit dem Nötigsten. In Saporischschja sind Angriffe zur traurigen Realität geworden, doch die Lage hat sich in diesem Jahr nochmals verschärft. Laut dem Militärverwalter des Distrikts gab es in der Region innerhalb weniger Wochen zwischen 850 und 870 Angriffe. Der Feind will die Stadt einnehmen, aber die ukrainischen Verteidiger halten die Frontlinie stabil.
„Wir leben nun in einer Frontstadt. Die Gefahr ist ständig da.“ – Die zunehmenden Angriffe belasten die Bevölkerung in Saporischschja enorm, besonders die älteren Menschen.
Die Verteidiger stehen unter Druck, da sich der Frontbereich der Stadt nähert. An den Ausfallstraßen Saporischschjas sind Netze gegen Drohnenattacken gespannt und entlang der Stadtgrenze wurden Schützengräben ausgehoben. Im Stadtzentrum herrscht eine trügerische Normalität. Die 85-jährige Valentina Ivanina berichtet, dass die Angriffe zugenommen haben und es mehr Explosionen gibt. Trotzdem will sie ihre Heimatstadt nicht verlassen.
Die jüngsten Bewohner sind ebenfalls stark betroffen. Seit Februar findet der Unterricht entweder online oder in unterirdischen Schulen statt. In einer solchen Schule lernen mehr als 400 Schüler auf 1300 Quadratmetern Fläche. Hier fühlen sie sich sicher. Für die Kinder Saporischschjas ist diese Sicherheit sehr wichtig, nachdem in den vergangenen Tagen zwei leerstehende Schulgebäude angegriffen wurden. Hier kann man lernen und Weihnachtslieder üben.




