Dieses Video wurde am 1. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Unionsfraktion ringt um eine gemeinsame Linie zur Rentenreform. Droht der Koalition das Aus? Spahn und März üben Druck aus.
Unionsfraktionschef Spahn will die jungen Rebellen in seiner Fraktion zur Zustimmung zur umstrittenen Rentenreform bewegen. Bei den 18 Abgeordneten der Jungen Gruppe gibt es weiterhin massiven Widerstand gegen das Gesetz. Eine Ablehnung würde die Reform verhindern und die Koalition gefährden. Um dies zu verhindern, üben Spahn und März Druck auf die jungen Abgeordneten aus. Eine mögliche Lösung wäre, dass sie mit Ja stimmen und eine persönliche Erklärung abgeben oder sich enthalten. Spätestens am Freitag soll der Bundestag das umstrittene Rentenpaket beschließen.
Scheitert die Rentenreform, droht eine Regierungskrise. Die Union steht vor einer Zerreißprobe, die das Schicksal der Koalition entscheiden könnte. Die Zeit drängt!
Der Druck auf die Union ist enorm hoch, da die SPD und der Bundeskanzler eine schnelle Entscheidung fordern. Geplant ist die Abstimmung in zweiter und dritter Lesung am Donnerstag oder Freitag. Johannes Winkel, Chef der Jungen Union, wurde bereits im Präsidium der CDU bearbeitet. Am morgigen Tag tagt der Fraktionsvorstand, um die Karten neu zu mischen. Bis zum Treffen der Unionsfraktion am morgigen Tag muss Klarheit herrschen, sonst droht ein ähnliches Debakel wie bei der Verfassungsrichterkandidatin.
Die Situation ist äußerst angespannt.
Sollte die Abstimmung scheitern oder abgesagt werden, könnte dies das Ende der Regierung bedeuten. Es gibt zwei mögliche Szenarien: Entweder gelingt es, den Druck auf die junge Gruppe so zu erhöhen, dass einige zustimmen und sich andere enthalten, oder die Abstimmung wird verschoben. Mit einer unsicheren Mehrheit will man das Risiko nicht eingehen, sonst droht eine Koalitionskrise, die weitaus ernster wäre als im Fall der gescheiterten Verfassungsrichterwahl. Diesmal geht es um ein Kernelement dieser Legislaturperiode.
Selbst wenn die Reform durchgeht, bleibt die Frage, ob die versprochene Rentenkommission tatsächlich substanzielle Empfehlungen liefern wird. Kritiker bezweifeln, dass die SPD nach der Festschreibung des Rentenniveaus noch großes Interesse an grundlegenden Reformen hat. Die junge Gruppe befürchtet, wieder in Vorleistung zu treten, ohne dass die versprochenen Reformen tatsächlich umgesetzt werden. Es herrscht eine verfahrene Situation, in der die junge Gruppe eine Gewissensfrage beantworten muss.




